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Eisfair Entwicklertreffen 2007

Am letzten Wochenende fand das Entwicklertreffen der Entwickler- und Testteams von Fli4l und Eisfair statt. Es waren zwar doppelt so viel Leute von Fli4l da wie von Eisfair, aber für mich war es dann doch eher ein Eisfair-Treffen. Wir hatten sehr viele interessante Gespräche, gute Diskussionen, eine total abgefahrene Keysigning-Party für CAcert und GnuPG (brauch noch jemand Formulare?) und viel Spaß. Ich fand es sehr spannend die Leute auch mal persönlich kennenzulernen, die man sonst nur von E-Mails kennt.

Besonders interessant war die diskutierte Roadmap für Eisfair-2. Vieles davon ist noch intern, einiges sind bisher nur Ideen, aber die Weichen sind gestellt. Es wird zwar kein direktes Upgrade von Eisfair-1 auf Eisfair-2 geben, aber dank Paketen wie Backup-Zip und dem Support in der Newsgroup sollte später auch eine Migration möglich sein. Mit dem Sprung auf Eisfair-2 wird komplett auf UTF-8 umgestellt, wann wenn nicht jetzt?

Außerdem gab’s noch ein paar Anekdoten, wo ich mit meinen jugendlichen 26 Jahren schon gestaunt habe. Ich war schon sehr überrascht, dass Leute Festplatten, die nicht mehr anlaufen, mit einem gezielten Hammerschlag überreden. Dann wurden natürlich alle Daten runter kopiert und die Festplatte danach verschrottet. Jemand anders konnte aber noch einen drauf setzen: Festplatte aufschrauben, die Platten von Hand zum Drehen überreden also quasi anschieben, bei offenem Gehäuse alles runterkopieren, zum Spaß noch auf die ersten Headcrashs warten und dann ebenso in die Tonne. Was will man machen, wenn die Daten wichtig sind und die Motoren zu fest sind zum Anlaufen? *lol*

Einmal Tester? Immer Tester!

Wie der eine oder andere vielleicht schon mitbekommen hat, läuft auf meinem Heimserver Eisfair. Angefangen hat das ganze irgendwann 2003 als ich auch noch Fli4l benutzt und plötzlich genug Teile für einen zusätzlichen Rechner übrig hatte. Mit der Zeit stellte sich heraus, dass mir gewisse Software fehlten und ich begann 2004 eigene Pakete für Eisfair zu basteln. Da ich auch in den entsprechenden Newsgroups regelmäßig schreibe, wurde ich 2005 gefragt, ob ich dem Testteam beitreten möchte. Dort werden in einem kleinen Kreis Pakete vorab getestet, bevor sie auf die Öffentlichkeit losgelassen werden. Mit der Zeit bekommt man einen Blick dafür, worauf man beim Testen achten muss. Soweit zur Vorgeschichte.

Gestern hatte ich aus einem anderen Grund mein Entwicklungs- und Testsystem angeworfen und »mal eben schnell« noch die neuesten (offiziellen) Versionen einiger Pakete installiert. Dabei sind mir vier Sachen ins Auge gesprungen. »Ufff,« dachte ich »ich hab doch gar keine Zeit für ausführliche Bugreports…«

  • Stand der zum Thema ausgetauschten (empfangenen) E-Mails heute 12:35 Uhr: sechs
  • Stand der dafür verwendeten Zeit: schätzungsweise eine Stunde
  • Stand der für den Blog-Eintrag verwendeten Zeit: nochmal 15 Minuten

Fazit: wenn man wichtige Arbeit hat, durch nichts anderes ablenken lassen! ;-)

Backup auf DVD-RAM

Ich hatte am Sonnabend an den Build-Skripten für meine Eisfair-Pakete geschraubt. Sonnabend ist auch einer von zwei Tagen in der Woche, wo mein Heimserver Backups macht, die ich für gewöhnlich auf DVD-RAM kopiere. Da das immer die gleichen Arbeitsabläufe sind und ich gerade drin steckte im Programmieren, hab ich mir für das Backup ein kleines Skript geschrieben, das diese Arbeitsabläufe auf den Aufruf des Skriptes zusammenfasst. Das Skript mal gekürzt:

Das Debuggen wurde mir in diesem Fall künstlich erschwert, weil meine eine DVD-RAM allem Anschein nach jetzt kaputt ist. Das Backup selbst dauerte doppelt so lang wie normal mit diversen Fehlermeldungen vom UDF-Dateisystem im Syslog und bei der letzten Datei wurde wider Erwarten abgebrochen mit der Meldung es sei nicht genug Platz auf dem Datenträger. Mehrfaches Neuformatieren hat nichts gebracht. Das ist eine beinahe schockierende Erkenntnis, gelten DVD-RAM-Medien doch als wesentlich sicherer für Backups als herkömmliche DVD±RW. Das Backup lief mit einem frischen Medium dann in einer guten Stunde durch.

Eine andere Sache ist das Skript selbst nochmal. Ich lasse mir von den unterschiedlichen Tools Speicherplatz in Megabyte ausgeben, d.h. die Angaben sind beispielsweise “512M”, also immer eine Zahl mit dem “M” dahinter. Mangels tiefergehender Kenntnisse in awk jage ich das weiter an sed wo ich dann mit einem regulären Ausdruck alles hinter den Ziffern entferne. Das ist ja nun schlechter Stil, normalerweise sollte awk das direkt selbst machen können, d.h. in die geschweiften Klammern muss nicht nur “print” rein…
Wenn jemand eine Idee hat, wie das zu bewerkstelligen ist, bitte ich Euch es mich wissen zu lassen!