Monthly Archives: June 2007

ICQ: mittendrin statt nur dabei

Als fortgeschrittene Nutzer mit Programmiererfahrung sind wir auch maßgeblich an der Weiterentwicklung der Software interessiert, die wir benutzen. Das führt auf der einen Seite dazu, dass wir uns neue Projekte vornehmen, wenn es für gewisse Zwecke keine Tools gibt. Auf der anderen Seite schaut Tux auch schon mal in den Quellcode und ich teste gern und schreibe Bug-Reports. ;-)

So geschehen auch heute wieder. Ich selbst benutze den Konsolen-Client mICQ während Tux ein Fan von Licq ist. Ich hatte mich mehrfach schon gewundert, dass Away-Messages von Tux hin und wieder zu kurz sind, d.h. das letzte Zeichen fehlte. Ich habe das dann auf der mICQ-Mailingliste beschrieben. Der Hauptentwickler von mICQ hält keine guten Stücke auf Licq und so habe ich angeboten mich ein wenig um Vermittlung zu bemühen. Das sah in diesem Fall also so aus:

Hart ist das Tester-Leben und das ist soweit der Stand. Mal sehen, wie es weiter geht… *gg*

Prozessorkampf

Im Rahmen meiner Studienarbeit habe ich ein recht umfangreiches Rechenmodell gebaut. Heute hatte ich noch ein paar nette Tools gefunden, um Fortschrittsbalken zu benutzen und dann kam mir die Idee mal mein Notebook gegen den Boliden im Rechenlabor der Uni antreten zu lassen.

Die Kontrahenten:

  • Intel Pentium M 725 (Dothan-Kern) mit 1,6 GHz, 2 MB Level 2 Cache und beigestellten 512 MB RAM
  • Intel Pentium 4 (Prescott-Kern) mit 3,6 GHz und HyperThreading, nur 1 MB Level 2 Cache aber dafür 1,5 GB RAM.

Beide 90nm-Prozessoren lieferten sich ein erbittertes Rennen. Am Ende überquerte der Notebookprozessor nach knapp 250 Sekunden die Ziellinie, der Stromfresser brauchte 290 Sekunden bei mehr als doppelt so großem Prozessortakt.

Fazit: Es kommt eben doch auf die Technik an und der große Monitor ist jetzt nachgewiesenermaßen der einzige technische Grund, warum ich noch im Labor arbeiten sollte… ;-)

Keine Datenanalyse bei O₂?

Seit einigen Tagen versucht ein Teilnehmer mit unterdrückter Nummer, mich auf meinem Mobiltelefon zu erreichen. Heute ist ihm das gelungen.

Am anderen Ende war eine nette Callcenter-Dame, die mich über neue Tarife informieren wollte. Das Gespräch lief in etwa so ab:

SIE: Guten Tag […], da die Telefongebühren für Mobilfunkgespräche in den letzten Monaten rapide gefallen sind, möchten wir auch unsere Bestandskunden daran teilhaben lassen. Wir bieten Ihnen daher den Umstieg auf {komischen Deutschlandweit-Tarif}. Damit können Sie deutschlandweit kostenlos ins Festnetz telefonieren.
(Toll! denke ich mir)
ICH: Was würde eine Umstellung denn für mich bedeuten?
SIE: Alle Vorteile des jetzigen Vertrages bleiben erhalten. Sie haben einen Basisbetrag von 25 Euro, den….
ICH: Meine Telefonrechnung beträgt damit also mindestens 25 Euro im Monat?
SIE: Genau…
ICH: Aber ich zahle doch jetzt nur 10 bis 15 Euro…
(Soviel zu “alle Vorteile bleiben Ihnen erhalten”.)
SIE (sichtlich erstaunt): Sie nutzen also nur Ihre Frei-SMS und telefonieren fast gar nicht? Dann kann ich Sie heute leider nicht glücklich machen.

Ich weiß noch nicht genau, wie “glücklich machen” sonst ausgesehen hätte…wahrscheinlich wäre ein Tarifwechsel mit erneuter Vertragsbindung integraler Bestandteil gewesen.

Was hat das mit der Überschrift zu tun? Wenn O2 seine Rechnungsdaten mit der Verkaufsabteilung abgleichen und ein paar (einfach zu erhaltende) Schlüsse ziehen würde, dann wäre aufgefallen, dass

  1. meine Telefonrechnung nie ueber 15 Euro liegen, ich also mit einem Tarif, der mindestens 10 Euro darueber liegt, nicht zu locken bin
  2. ich kaum Handygespräche auf das Festnetz führe, mir also auch die Flatrate nicht viel bringt.

Damit hätten sie einen Anruf und Geld gespart, das sie von meiner Grundgebühr abziehen könnten. Leider tun sie das nicht.

Backup auf DVD-RAM

Ich hatte am Sonnabend an den Build-Skripten für meine Eisfair-Pakete geschraubt. Sonnabend ist auch einer von zwei Tagen in der Woche, wo mein Heimserver Backups macht, die ich für gewöhnlich auf DVD-RAM kopiere. Da das immer die gleichen Arbeitsabläufe sind und ich gerade drin steckte im Programmieren, hab ich mir für das Backup ein kleines Skript geschrieben, das diese Arbeitsabläufe auf den Aufruf des Skriptes zusammenfasst. Das Skript mal gekürzt:

Das Debuggen wurde mir in diesem Fall künstlich erschwert, weil meine eine DVD-RAM allem Anschein nach jetzt kaputt ist. Das Backup selbst dauerte doppelt so lang wie normal mit diversen Fehlermeldungen vom UDF-Dateisystem im Syslog und bei der letzten Datei wurde wider Erwarten abgebrochen mit der Meldung es sei nicht genug Platz auf dem Datenträger. Mehrfaches Neuformatieren hat nichts gebracht. Das ist eine beinahe schockierende Erkenntnis, gelten DVD-RAM-Medien doch als wesentlich sicherer für Backups als herkömmliche DVD±RW. Das Backup lief mit einem frischen Medium dann in einer guten Stunde durch.

Eine andere Sache ist das Skript selbst nochmal. Ich lasse mir von den unterschiedlichen Tools Speicherplatz in Megabyte ausgeben, d.h. die Angaben sind beispielsweise “512M”, also immer eine Zahl mit dem “M” dahinter. Mangels tiefergehender Kenntnisse in awk jage ich das weiter an sed wo ich dann mit einem regulären Ausdruck alles hinter den Ziffern entferne. Das ist ja nun schlechter Stil, normalerweise sollte awk das direkt selbst machen können, d.h. in die geschweiften Klammern muss nicht nur “print” rein…
Wenn jemand eine Idee hat, wie das zu bewerkstelligen ist, bitte ich Euch es mich wissen zu lassen!

CF-IDE-Adapter: Preis-Schwankungen und die ebay-Falle

Seit einiger Zeit habe ich bereits vor, mir einen Adapter von CompactFlash auf IDE zu kaufen. Anwendungsgebiete sind ein ruhiger Router/Homeserver sowie ein “kleiner” Desktop-Rechner, der für die Standardanwendungen wie E-Mail, ICQ, Irssi und einfache Webseiten hinreichend ist, dafür aber keinen Lärm macht und auch nicht so viel Strom verbraucht.

Nachdem ich gestern erfolglos versucht habe, einen solchen Adapter in einem echten Laden im echten Leben zu erwerben, habe ich heute mal die Preise meiner Lieblings-Online-Anbieter vergleichen.

Alternate hatte zwei Angebote zu je 39 Euro. Einen internen Adapter mit guter Bewertung und einen zum Einbau in einen 3,5″-Schacht, was für ein Entwicklungssystem natürlich auch nett ist, weil man sich nicht so strecken muss, um die Karte zu wechseln. Bei Reichelt gab es neben einem weiteren Adapter für 40 Euro zwei günstigere Varianten für den internen Einbau zu 18,90 Euro und als Slot-Ausführung für 29,95 Euro. Alles noch ziemlich teuer, wenn man bedenkt, dass dazu auch noch eine CF-Karte kommen muss und letztendlich “nur” wenige GB Speicher herauskommen, die effektiv auch nur lesbar sind.

Dann habe ich mich bei eBay umgeschaut. Wenn man dort nach dem Begriff “CF IDE” sucht, erhält man dort eine dreistellige Menge von Artikeln, die zwischen einem und 5 Euro plus Versand angeboten werden. Dagegen sind die vorher betrachteten Versandhäuser keine Konkurrenz. Diese Artikel haben nur eine kleine Schwäche – obwohl als Artikelstandort Deutschland angegeben ist, werden sie häufig aus Hongkong verschickt.

Das letzte Mal, als ich einen Artikel aus Hongkong gekauft habe – natürlich bei eBay und natürlich nicht bewusst, sondern durch die Artikelbeschreibung irregeführt – wurde mir vom Verkäufer nahegelegt, eine Nachzahlung für den versicherten Versand zu leisten, da das Paket sonst verloren gegangen werden gehen könnte. Im Gegenzug würde er die Zollgebühren für mich übernehmen. Als ich ihn darauf hingewiesen habe, dass Pakete in Deutschland bis zu einem gewissen Wert (der um Größenordnungen über dem Warenwert lag) versichert sind und zudem innerhalb Deutschlands schon sehr lange Zeit keine Zölle mehr erhoben werden, bekam ich als Antwort nur, dass das Paket bereits abgeschickt sei und drei Wochen später durfte ich es mir dann auch vom Zollamt abholen. Da Zollämter von den Stadtplanern wohl generell so verteilt werden, dass man selbst noch ein Gefühl von der weiten Reise der dort gelagerten Waren bekommt, muss ich diese Tour nicht wiederholen.

Schlussendlich habe ich ein etwas teureres, dafür aber aus Deutschland verkauftes Produkt gefunden, das sogar MicroDrives unterstützt: Klick.

Fazit: Bei eBay bekommt man vieles günstiger, als im Versandhandel oder Direktverkauf, jedoch muss man mittlerweile sehr darauf achten, wer einem die Artikel verkauft und von wo sie geliefert werden.

Ich habe versucht, die irreführenden Standortangaben – “Hongkong, Deutschland” wird in der Übersicht nicht gesondert ausgewiesen – zu melden, dafür jedoch keine geeignete Stelle gefunden. Hier muss wohl nochmal nachgearbeitet werden.

Von der Schwierigkeit ein passendes Theme zu finden

Ein großer Vorteil von Software, die weit verbreitet ist, sind die vielen vielen Leute, die dafür Erweiterungen, Skins, Themes, Plugins oder ähnliches bauen. Für WordPress gibt es das auch sehr viel zu entdecken und man folgt auch direkt nach der Installation gleich mal dem inneren Drang zumindest ein eigenes Theme zu suchen, damit das Blog nicht aussieht, wie alle mal eben lieblos installierten, die immer noch das Default Theme benutzen.

Ich hätte ja gern das YAML Framework als Grundlage verwendet, aber die entsprechende Anpassung für WordPress war mir schon zu kompliziert und sah zudem noch genauso aus, wie die Seite des Autors…

Tux hatte dann zunächst Redox von Benedikt Rieke-Benninghaus installiert, aber das wurde im aktuellen Opera 9.21 total zerhackt — nicht brauchbar!

Mein nächster Versuch war dann GlossyBlue. Das ist zwar sehr schick, aber da fehlten uns beispielsweise die Anzeige des Autors in den Beiträgen und die Trackback-URL.

Dann hatte ich Almost Spring von Rebecca Wei installiert. Das unterstützt die Widgets von WordPress, ist wegen Verzicht auf opulente Grafiken schön schlank und lässt sich sogar noch direkt im Admin-Bereich ein wenig anpassen dank WordPress Theme Toolkit. Dazu kommt, dass die Farben sogar zum Namen des Webservers passen, was will man mehr?!

Nun, mir fehlten noch die Trackback-URIs in den Beiträgen und das Design war noch nicht 100% das, was wir uns so vorgestellt hatten, also hielt ich weiter Ausschau. Die Anforderungen wurden nicht geringer: Widgets sollten unterstützt werden, der Autor muss bei jedem Post stehen, Layout zweispaltig aber bitte keine feste Breite, die dann zu schmal ist, am besten Blocksatz, keine Bilder oben auf der Startseite und dann bitte dunkle Schrift auf hellem Untergrund. Auf alten Monitoren ist das wesentlich besser zu lesen als schwarzer Hintergrund mit farbiger Schrift.

Über die Seite WordPress Themes bin ich dann auf InSense gestoßen, dass von BloggingPro veröffentlicht wurde. Hier fehlt im Grunde nur noch der Blocksatz und die eine oder andere Übersetzung ins deutsche. Leider zerreißen Smilies hier das Schriftbild – mal schauen wie leicht sich das im Theme noch anpassen lässt.

Energiemessung

Ich habe mir heute eines von diesen Energiemessgeraeten gekauft, die zwischen Steckdose und Verbraucher geschaltet werden.

Mein Ziel: Ich moechte herausfinden, warum ich 70 Euro Stromkosten pro Monat zahle und dann Massnahmen ergreifen, um von diesen 70 Euro herunterzukommen. Die anfaenglich angesetzten 30 Euro erscheinen mir zwar sehr optimistisch, aber mehr als 50 muessen es auch nicht sein. Ich habe ausgerechnet, dass bei einem Strompreis von 15,38 Cent pro kWh bei einer dauerhaften Leistung von 1 W Stromkosten in Hoehe von 1,38 Euro pro Jahr anfallen.

Nummer eins auf der Liste der Verdaechtigen ist mein Homeserver-System. Ein PIII-850 (oder so…) mit drei Festplatten, dazu  WLAN-AccessPoint,  DSL-Modem und Basis-Station fuer das schnurlose VoIP-Telefon. Erste Messungen haben ergeben, dass das System beim Starten (ich vergleiche das mal mit Volllastbetrieb) ca. 90 Watt und waehrend des Normalbetriebs knapp 70 Watt verbraucht. Das macht 96 Euro pro Jahr bzw 8 Euro pro Monat.

Auf den ersten Blick sind – konstante Funktionalitaet vorausgesetzt – sehr hohe Einsparungen bei niedrigen Geraetepreisen notwendig, um an dieser Zahl effektiv etwas zu aendern. Schliesslich hilft es mir auch nicht, wenn ich so viel Geld in sparsamere Technik investiere, dass ich am Ende mehr bezahlt habe.

Ich werde die Messung noch eine Woche fortfuehren, um genauere Ergebnisse zu bekommen und dann mit dem Desktop-System fortfahren, das einen wesentlich hoeheren Verbrauch haben duerfte.