Heute früh habe ich noch gedacht, dass ich zur Zeit gar nichts habe, worüber ich bloggen könnte – gerade ist mir wieder etwas über den Weg gelaufen:
Für meinen HiWi-Job an der Uni habe ich einen Labor-Arbeitsplatz bekommen. Das ist ein angenehmer Raum, der arbeitsam eingerichtet ist und mit guter Rechentechnik ausgestattet ist. Der Nachteil: Auf den Maschinen läuft Windows Vista. (Darüber will ich jetzt nicht allzu sehr meckern, ich könnte auf das alternativ installierte Fedora Linux ausweichen – aber dann würde ich mich darüber beschwerden …)
Um die Sicherheit des Systems zu erhöhen, sind automatische Updates installiert. Die werden nach einem mir nicht bekannten (weil eigentlich uninteressanten) Prinzip angestoßen und laufen im Hintergrund ab.
Gerade wurde solch ein Update durchgeführt. Und damit die Änderungen auch wirksam werden, muss (wie bei Windows schon immer üblich) das System neugestartet werden. Ich hätte erwartet, dass mir genau das mitgeteilt wird – mit der Option, den Neustart jetzt auszuführen oder auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben.
Aber bei Vista scheint zu gelten: Rechne nicht damit, lass Dich überraschen!
Jedenfalls erschien in der rechten unteren Bildschirmecke ein Fensterchen, das mich freundlich darauf hinwies, dass mir noch ganze 5 Minuten bis zu einem unabwendbaren Systemneustart bleiben.
Da frage ich mich doch: Was erlaubt Microsoft sich eigentlich? Ich möchte mit dem System arbeiten – und zwar, wann es mir passt, nicht, wenn das System mal Lust dazu hat! Wenigstens die Möglichkeit, den Neustart abzuwenden, hätte ich erwartet.
So hat mich die Aktion “nur” 10 Minuten Arbeitszeit gekostet. Was passiert, wenn ich auf dem Rechner eine aufwändigere Berechnung laufen lasse? Vielleicht noch über Nacht? Muss ich damit rechnen, morgens ohne Ergebnisse dazustehen, weil das Betriebssystem zwischendurch mal neustarten wollte? Offenbar ja.
Bevor ich mich daran mache, Dinge zu tun, die ich nicht innerhalb von 5 Minuten unterbrechen kann, muss ich mir also noch ein vernünftiges Betriebssystem zulegen oder aber die automatischen Updates deaktivieren.
Um mal, abschließend, einen Gruppennamen aus einem mittlerweile nicht mehr ganz so beliebten Studentenportals zu zitieren: “War doof, merkste selber, ne?”
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2 Kommentare
mc
24. February 2008, 16:27 Uhr 1Normalerweise laeuft das Windows Update nachts oder kurz vor oder nach einem Boot bzw Reboot. Man kann es auch konfigurieren, dass es wie ubuntus manager arbeitet: Downloaden, warnen, nicht direkt installieren.
Das Problem ist haeufig, dass die Updates einen sofortigen Reboot brauchen; denk doch einfach mal, was passieren wuerde, wenn du unter einem Linux die /lib/libc.so austauschst. Nischgut. ;)
Tux
24. February 2008, 20:46 Uhr 2Manuelles Installieren habe ich nun auch aktiviert – damit bin ich natürlich in der Sicherheitsstufe abgerutscht ….
Gegen die Installation über Nacht spricht, dass ich den Rechner abends ausmache, um Strom zu sparen. Nach dem Hochfahren hieß in dem Fall halt eine halbe Stunde später – da war ich schon mitten in der Arbeit.
Ein Austausch der libc geht übrigens ohne Reboot des Systems. ;)
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